3. Umsetzung

Bei der Umsetzung der vorgenannten Überlegungen sind uns folgende Gedanken wichtig:


Wir wollen versuchen,

  • ein Verantwortungsbewusstsein füreinander und für die Schule zu entwickeln
  • das Miteinander von Eltern - Kindern - Lehrern zu fördern
  • das Lernen zu lehren
  • das schulische Umfeld als Lernort zu nutzen
  • Defizite auszugleichen und Begabungen zu fördern
  • Beiträge zur musisch-künstlerischen und sportlich-spielerischen Orientierung zu leisten
  • ein vielfältiges Bewegungsangebot zu schaffen
  • das Umweltbewusstsein zu stärken
  • Traditionen zu wahren


3.1. Schulleben

Im 4 Jahresrhythmus gibt es:

  • eine Zirkuswoche
  • ein Sommerfest
  • eine Projektwoche
  • einen gemeinsamen Ausflug aller Klassen

 

In unserem Schulalltag sind vielfältige Aktivitäten möglich, wie z.B.:

  • klassenübergreifende Gestaltung von Feiern und Festen zur Einschulung, zu Weihnachten usw.
  • klasseninterne bzw. -übergreifende Aktivitäten im Jahreslauf (Fasching, Osterfrühstück, Erntedank, Adventssingen usw.)
  • klasseninterne Lese-, Spiele- und Bastelnachmittage, Übernachtung in der Schule
  • klasseninterne Projekttage
  • Zeitung in der Grundschule (ZISCH)
  • Besuche von Ausstellungen, Museen und anderen kulturellen Veranstaltungen wie Theater, Oper, Konzert usw.
  • Unterrichtsgänge, ein- und mehrtägige Klassenfahrten
  • Vorführungen für Senioren in öffentlichen Einrichtungen in der Gemeinde
    (Seniorenheim, Krankenhaus usw.)
  • Es gibt ein Lesefenster mit den Kindernachrichten aus der Zeitung, sowie einem Buch, das täglich weitergeblättert wird, ein Geburtstagsfenster und ein Fenster mit wechselnden Naturrätseln


3.2. Zusammenarbeit im Kollegium

Bedingt durch die geringe Größe des Kollegiums findet im Lehrerzimmer stets ein intensiver Austausch über pädagogische Maßnahmen, Unterrichtsgestaltung, Unterrichtsmaterial und Differenzierungsmöglichkeiten statt.

 

Fachkollegen sowie Lehrkräfte einer Klassenstufe sprechen sehr häufig Unterrichtsinhalte ab bzw. arbeiten parallel.
Ein Großteil der Klassenarbeiten sind somit auch Vergleichsarbeiten.

 

Bildungs- und Erziehungseffekte werden so regelmäßig festgestellt, da Ergebnisse unmittelbar ausgewertet und weitere Maßnahmen abgesprochen werden können.

 

Von Fortbildungen Einzelner profitieren alle, da über deren Erkenntnisse das gesamte Kollegium informiert und Materialien allen zur Verfügung gestellt werden.

 

3.3. Arbeitsgemeinschaften

Wir legen Wert auf vielfältige Erfahrungsmöglichkeiten und versuchen, wann immer möglich, die Stundentafel durch das Angebot von Arbeitsgemeinschaften zu ergänzen.

 

Im Schuljahr 2016/2017 bieten wir an:

  • Chor Klasse 2
  • Musical Klasse 3 und 4
  • Ballspiele Klasse 3 und 4
  • Sportmix Klasse 1 und 2
  • Kochen Klasse 3 und 4
  • Töpfern (Elternangebot)
  • Plattdeutsch Klasse 3 und 4


3.4. Fördern und Fordern

Im Rahmen des Unterrichts versuchen wir gezielt, den unterschiedlichen Stärken und Schwächen der Kinder durch Binnendifferenzierung, geöffnete Unterrichtsformen, Freiarbeit oder auch Tages- bzw. Wochenpläne gerecht zu werden.

Zur frühzeitigen Erkennung von Lese- und Rechtschreibschwächen und zur gezielten Fehleranalyse setzen wir in allen Klassenstufen die Hamburger Schreibprobe bzw. den Diagnostischen Rechtschreibtest und die Hamburger Leseprobe bzw. das Salzburger Lesescreening ein.

In Zusammenarbeit mit den Eltern und bei Bedarf mit der dem Schulverein angegliederten Lerntherapeutin suchen wir nach weiteren innerschulischen oder  außerschulischen Diagnose- und Therapiemöglichkeiten.

Zusätzlicher Förderunterricht für lernschwächere Kinder, sowie Kurse für lernstärkere Kinder werden nach Möglichkeit in allen Klassenstufen erteilt.
Hierzu stehen uns vielfältige Förder- und Differenzierungsmaterialien zur Verfügung.
Im 1. Halbjahr des 1. Schuljahres wird ein spezieller Diagnose-/Förderunterricht erteilt.

Durch die Teilnahme am Leseförderprogramm „ANTOLIN“, an Lese-Wettbewerben, die Durchführung von Lesenachmittagen sowie der Zusammenarbeit mit der Leiterin der Gemeindebücherei (s.o.) versuchen wir die Lesemotivation der Kinder zu erhöhen und so einen Beitrag zur Leseförderung zu leisten.

Die Klassen sind mit PCs ausgestattet.

Das Programm "Lernwerkstatt 8" ist auf allen Klassen-PCs und auf den PCs im Computerraum installiert.

3.5. Verfügungsstunden

In jeder Klassen erteilt die Klassenlehrerin eine Verfügungsstunde. In dieser Stunde werden besondere Schwerpunkte gesetzt, die sich aus pädagogischer bzw. stofflicher Sicht ergeben (Streitschlichtung, Klassenrat, Spielstunde, Gewaltprävention, Fördermaßnahmen, Freie Arbeit, Projektarbeit etc.).

 

3.6. Zusammenarbeit Kindertagesstätten - Grundschule

Um den Übergang in die Schule für die schulpflichtigen Kinder zu erleichtern, Defizite frühzeitig zu erkennen und zu bearbeiten und so Schulversagen zu vermeiden sowie besondere Begabungen zu fördern, wurde die Kooperation mit den Kindertagesstätten des Schulbezirks intensiviert. Es wurde dazu folgendes Konzept entwickelt:

 

  • Die zukünftigen Klassenlehrerinnen besuchen in regelmäßigen Abständen die Gruppen der Vorschulkinder, um sich ihnen bekannt zu machen.
  • Sie bieten kleine „Unterrichtsstunden“ an, um ihnen eine Ahnung von Schule zu vermitteln.
  • Die Vorschulkinder besuchen die Schule und eine Unterrichtsstunde, um sich mit den Räumlichkeiten und Regeln vertraut zu machen und um schon einmal die zeitliche Länge einer Unterrichtsstunde zu erfahren.
  • In den regelmäßigen Kooperationsgesprächen wird der Schwerpunkt auf die soziale sowie die sprachliche und feinmotorische Kompetenz der Kinder gelegt.

Zu Beginn eines Schuljahres gibt es ein Auswertungsgespräch mit den Lehrkräften und den Verantwortlichen der Kindertagesstätten.

 

3.7. Schulordnung

"Wir wollen uns alle in unserer Schule wohl fühlen, in Ruhe lernen, lehren und zusammen leben"

Deshalb ist es wichtig sich an folgende Regeln zu halten:

1. Wir gehen freundlich miteinander um, deshalb

  • grüßen wir einander
  • helfen uns gegenseitig
  • nehmen wir Rücksicht

2. Wir helfen mit, dass unsere Schule sauber und ordentlich bleibt, deshalb

  • vermeiden wir Müll und entsorgen ihn selbst
  • spielen wir nicht in den Toiletten und halten sie sauber
  • behandeln wir Schulbücher so, dass auch andere sie später nutzen können
    (Beschädigte bzw. verlorene Bücher müssen ersetzt werden)
  • lassen wir die Sachen unserer Mitschüler in Ruhe und geben Fundsachen beim Hausmeister ab

3. Um Unfälle und Zusammenstöße im Gebäude zu vermeiden

  • drängeln wir nicht vor der Eingangstür
  • gehen wir nach dem Klingeln ohne zu drängeln in die Klassenräume
  • toben wir nicht im Gebäude
  • halten wir uns auf der Treppe möglichst rechts

4. Auch in den Pausen müssen wir uns an die Spielregeln halten

  • wir können Spielgeräte entnehmen, die wir beim 1. Klingeln selbstständig wieder wegbringen
  • wir können nur auf dem Kleinspielfeld Fußball spielen
  • wir können die Klettergeräte, Schaukeln usw. nach den vereinbarten Regeln nutzen
  • wir spielen nur Spiele, die niemanden verletzen
    (bei Problemen wenden wir uns an die Kinderaufsicht oder an die Pausenaufsicht

5. Absolut VERBOTEN ist es

  • Messer, sonstige Waffen, Feuerzeuge, Streichhölzer, Knallkörper, elektronisches Spielzeug und Sammelobjekte mitzubringen
  • Schneebälle, Steine und sonstige harte Gegenstände zu werfen
  • das Schulgelände während der Unterrichtszeiten zu verlassen
  • während der Pause ins Schulgebäude zu gehen
  • auf dem Schulhof Rad zu fahren
  • Äste abzubrechen
  • die Feuertreppe zu betreten

Wenn Eltern es für ihr Kind aus Sicherheitsgründen für notwenig erachten, dass es ein Handy mit sich führt,
muss dieses während des Schulvormittags unhörbar und unsichtbar sein.

"Lernen und Spaß haben kann man nur dort, wo man freundlich miteinander umgeht."

3.8. Pausengestaltung

Um ein möglichst vielfältiges Bewegungsangebot zu schaffen und einen engen Bezug zur Natur für die Kinder herzustellen, ist der Schulhof in den letzten Jahren umgestaltet worden.

In den Pausen haben die Kinder die Möglichkeit den eigentlichen Schulhof sowie die unmittelbar angrenzenden Sportflächen zu nutzen.

In der 30-minütigen „Aktiven Pause“ (s. hierzu 1.4. Unterrichtszeiten) stehen diverse Kleinspielgeräte sowie Sandspielzeug zur Verfügung. Die 4. Klassen betreuen jeweils im halbjährlichen Wechsel das Spielzeuglager.

In unregelmäßigen Abständen werden die Spielpausen als so genannte Themenpausen wie - Alles was rollt – angeboten und mit großem Erfolg umgesetzt.

In den Pausen wird intensiv und in der Regel friedlich miteinander gespielt. Auf angemessene Konfliktregelung (aufsichtführende bzw. Klassenlehrkraft) legen wir großen Wert.

Bewährt hat sich die Kinderaufsicht, die von je zwei Schülern aus den vierten Klassen gestellt wird und die während aller Pausen als zusätzlicher Ansprechpartner und Streitschlichter auf dem Schulhof fungiert. Erkennbar ist die Schüleraufsicht an der roten Schirmmütze mit den Buchstaben KA sowie einer signalfarbenen Weste.

Alle 3 Wochen findet während der Spielpause eine Kinderkonferenz statt. Dabei besprechen zwei Abgeordnete aus jeder Klasse gemeinsam mit der Schulleitung Vorschläge, die das Zusammenleben in unserer Schule verbessern bzw. sprechen Probleme an. Nach Möglichkeit werden Lösungen erarbeitet. Alle Entscheidungen stellen die Abgeordneten anschließend in ihren Klassen vor.

Es gibt einen Kummer- und Freudekasten, in den, auf Wunsch auch anonym, Lob und Tadel für einzelne Mitschüler oder auch private Sorgen und Wünsche Eingang finden können. Geleert wird er bei Bedarf von beauftragten Viertklässlern zusammen mit der Schulleitung. Ist in der Mitteilung ein Name genannt, wird der/ die Betroffene über den Inhalt informiert, oder, falls es alle Schüler angeht, findet das angesprochene Thema Eingang in die nächste Kinderkonferenz.

Generell haben die Schüler bei Streitigkeiten die Regel „Stopp! Hör auf!“ verinnerlicht.
Auch das Wiedergutmachungsprinzip zeigt positive Wirkung.

Als Ergänzung zur Schulordnung finden hier die Pausenordnung, die in jeder Klasse aushängt.